Der Adel der Typografie: Der Didone-Stil
Ende des 18. Jahrhunderts revolutionierten Firmin Didot in Paris und Giambattista Bodoni in Parma das Schrifthandwerk. Sie verwarfen organische Schreibfederschwünge und begründeten die Klassizistische Antiqua (Didone).
Gekennzeichnet durch senkrechte Schattenachsen, extremen Kontrast zwischen fetten Grundstrichen und hauchdünnen Haarstrichen sowie rechtwinklige Serifen ohne Übergangsrundung, wurden sie zum Sinnbild für Haute Couture, Luxusuhren und Parfums – am berühmtesten in den Titeln von Vogue, Harper's Bazaar und Giorgio Armani.
1. Bodoni Moda (von Indestructible Type) — Das moderne Meisterwerk
Bodoni Moda ist eine variable Schriftart mit optischen Größenachsen (opsz). Bei großen Display-Headlines werden die Haarstriche rasiermesserscharf wie im historischen Pariser Kupferstich.
Haute Couture Herbst / Winter Kollektion
@import url('https://fonts.googleapis.com/css2?family=Bodoni+Moda:ital,opsz,wght@0,6..96,400..900;1,6..96,400..900&display=swap');
font-family: 'Bodoni Moda', serif;
2. Playfair Display (von Claus Eggers Sørensen) — Der redaktionelle Liebling
Bietet zarte Tropfenenden und brillanten Kontrast für Websites im Bereich Luxusreisen, Gastronomie und Modemarken.
3. Cormorant Garamond (von Christian Thalmann) — Zarte Aristokratie
Zeichnet sich durch extrem schmale Linienführungen aus und erzeugt denselben aristokratischen Ton wie die Haute Couture.